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Fühle mich angespannt, kann mich nicht konzentrieren.

Es gibt Zeiten, in denen ich mich eigentlich ziemlich normal fühle. Meine Gedanken drehen sich um Arbeit und Familie, alles läuft halbwegs gut.

Doch dann schlägt meine Stimmung um, denke plötzlich an die Vergangenheit, fühle mich unter Druck und Spannung.

Nach außen hin gelingt es mir in diesen Situationen den Schein zu wahren. Bin kooperativ, entspreche den Erwartungen. Das ist das wichtigste.

Ich wünsche mir , dass alles einstürzt, etwas passiert, damit ich endlich mal alles rausschreien kann, ich so richtig durchdrehe. Aber ich denke immer an die Zeit danach, nichts wird besser, alle wissen, dass es mir nicht gut geht und ich schwach bin.

Wenn ich mich in den Arm schneide oder verbrenne, gehts mir nachher besser.

Schäme mich, dass es andere schwerer haben als ich und die trotzdem gut mit ihrem Leben zurecht kommen.

Warum bin ich wie ich bin?

Mein ganzes Leben lang wollte ich nur nach außen hin freundlich sein, habe mich nie gewehrt. Das ist nicht immer gut.

Angst, Anspannung, Verklemmtheit.Was denken nur die anderen über mich??

Als Kind war ich noch schüchterner, das wurde ausgenützt. Ein älterer Bursche hat deswegen mit mir seine ersten sexuellen Erfahrungen gemacht. Dieses Erlebnis habe ich lange Zeit ausgeblendet. Und auch jetzt noch nicht richtig verarbeitet.

Als ich 22 war, passierte mir etwas ähnliches. Ein Bekannter, mit dem ich eigentlich nichts zu tun haben wollte, hat mich in mein Zimmer im Studentenheim gedrängt  und dann weitergemacht.

Eigentlich habe ich gedacht, mich ganz gut zu kennen, zu wissen warum ich so bin.Aber momentan bin ich im psychischen Nirvana und  kenne mich nicht mehr aus.

Ich denke jeden Tag daran, mit dem Auto einfach gegen einen Baum zu fahren, wenn ich vorher ein bißchen Alkohol trinke, schaffe ich das sicher.

 

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